Schlechte Ernährung senkt den IQ bei Kindern

Kleinkinder brauchen eine besonders gute und auch ausgewogene Ernährung. Bekommen sie nicht angemessenes Essen, drohen Entwicklungsstörungen. In der westlichen Welt werden die meisten Eltern ihre Sprösslinge reichhaltig versorgen, was allerdings nicht unbedingt heißt, dass die Ernährung auch ausgewogen ist. In den USA ist ein Viertel aller Kinder schon bei der Einschulung übergewichtig. Ihre Ernährung ist von Hause aus zu fettig, zu süß und oft auch von industriell veränderten Lebensmitteln geprägt. In vielen Fällen sind die Heranwachsenden auch an Fast Food gewöhnt. Wie sich eine solche Ernährung auf die intellektuelle Entwicklung der Kinder auswirkt, haben britische Wissenschaftler in einer Langzeit-Studie überprüft.

Dr. Kate Northstone und ihr Team beobachteten dazu fast 4.000 Kinder ab 3 Jahren bis zum Alter von 8½ Jahren. Die Wissenschaftler der Universität Bristol befragten in diesem Zeitraum die Eltern nach der Ernährung, die sie ihren Kindern angedeihen ließen. Diese Angaben erhoben die Forscher, als die Kinder 3, 4, 7 und 8½ Jahre alt waren. Zum Abschluss der Studie absolvierten die Kinder einen Intelligenz-Test.

Es zeigte sich ein direkter Zusammenhang zwischen unausgewogener Ernährung und der Intelligenz. Je mangelhafter die tägliche Nahrung, je mehr Zucker und Fett sie enthielt, je öfter technisch veränderte Gerichte auf den Tisch kamen, desto geringer war der Intelligenz-Quotient. Umgekehrt gilt die gleiche Feststellung. Mit steigender Qualität der Nahrung erhöht sich auch der IQ. Diese Korrelation ist zwar signifikant, aber auch nicht „dramatisch“. Sicher ist jedoch, dass Eltern, die ihren Kindern eine optimale Entwicklung ermöglichen möchten, für ausgewogenes Essen sorgen sollten. Viel Obst, Gemüse und mehr Fisch statt viel Fleisch sind ebenso wichtig wie die Restriktion von Süßigkeiten und Fast Food.

Die Studien-Ergebnisse veröffentlichte Dr. Northstone im Fachmagazin „Journal of Epidemiology & Community Health“ am 21.12.2011.      

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